Nystagmus / Augenpendeln bei Baby

Schon als mein Zweitgeborener acht Wochen alt war, hatte ich das Gefühl, etwas stimme nicht mit ihm. Alle meinten, ich solle mir keine Sorgen machen, er sei halt ein „Langsam-Entwickler“.

Als er mit fast fünf Monaten immer noch nur da lag und die Augen stetig hin und her pendelten sowie in den Aufblick gingen, er nichts und niemanden fixierte (geschweige denn nach etwas griff), man ihm sogar ohne Reaktion ins Auge fassen konnte, ging ich im Dezember 14 zum Orthoptisten.

Mit traurigem Blick teilte uns dieser mit, dass unser Sohn auf keinen Test reagiert habe. Das Auge sei aber gesund, der „Defekt“ müsse im Hirn sein, sie könnten weder medikamentös noch operativ etwas machen. Nach dem ersten Schock, wohl ein blindes Kind zu haben, begannen wir im Januar 15 mit der kinesiologischen Therapie bei D. Bitterlin.

Sie behandelte seine Augenmuskulatur, die visuellen Bahnen und die Entwicklungsbahnen. Ab der ersten Sitzung nahm das Pendeln ab! Es war wie ein Wunder, ich weinte vor Freude.

Wir gingen wöchentlich hin. Nach einem Monat schlug er so gezielt nach einem Badewannentierchen, dass ich überzeugt war, er hat es gesehen.  Nun mit knapp zehn Monaten kann er lange Zeit fixieren, greifen und spielen!

Er sieht zwar ganz klar noch nicht so wie Andere, aber an der Reaktion der Fachpersonen im März 15 sahen wir, dass hier doch etwas Grossartiges geschehen war: Die Augenärzte konnten es kaum glauben, dass er so gut fixieren kann. Zitat „Das ist ja fantastisch“ / „Was auch immer Sie da für eine Therapie machen, machen Sie das weiter“. Die Low Vision Therapeutin: „Da darf man schon das Wort Wunder benutzen“.