Trauma nach Geburt

Nach einer sehr anstrengenden Schwangerschaft, einer nicht idealen Geburt mit Geburtsstillstand und Kaiserschnitt, einem notfallmässigen Abtransport meines Babys am zweiten Lebenstag mit der Sanität, gefolgt von einer traurigen Zeit auf der Neonatologie, lebte ich in einem Schockzustand.

Als dann noch Wochen mit einem Schreibaby folgten und als grösster Hammer die Diagnose, dass wir ein behindertes Kind haben, war ich einem Zusammenbruch nahe. Ich zitterte nur noch. Bereits nach dem ersten Notfall-Termin bei Denise Bitterlin fühlte ich mich wie verändert, ich spürte innere Ruhe und Kraft.

Um dann das Geburtstrauma zu löschen brauchte es eine weitere Sitzung: Noch Monate nach der Geburt war Sexualität unmöglich, weil mein Körper jedes Mal Alarm schlug „Achtung, nie mehr schwanger werden! Schwangerschaft ist Horror!

Geburt, Spital, Todesangst um mein Kind – das überlebst du kein weiteres Mal!“ Dabei hätten mir auch alle Verhütungsmittel der Welt gleichzeitig angewendet nichts genutzt, da die Panik riesig war. In der Therapie wurde ich „umprogrammiert“.

Wir liessen all das überwältigend Schlimme schrumpfen, es wurde so nichtig, dass ich sogar darüber lachen konnte! Alle Erinnerungen sah ich wie in einem Film aus lang vergangener Zeit – es berührte mich nicht mehr.

Ich ging fröhlich nach Hause mit dem Gefühl: „Und wenn ich jetzt mit Zwillingen schwanger werde, es wäre absolut machbar für mich!“ Ich konnte es selber kaum glauben. Dieses „ich kann alles schaffen“-Gefühl hält bis heute (ein halbes Jahr später) an.